05.02.2012 00:50:04

Wildnis hautnah

Wildnis hautnah

Natur erleben... Katinger Watt

Allerlei Pflanzen mit wundersamen Namen, exotischem Aussehen, spannender Biologie und ungewöhnlichen Düften wachsen in allen Ecken des Geländes. Eine Ausstellung zeigt den Verlauf der Eider und ihre 600-jährige, dramatische Geschichte und stellt Lebewesen aus Meer und Süßwasser in zwei Aquarien gegenüber.
Es werden regelmäßig Führungen in die Natur der Eidermündung veranstaltet. Es gibt sowohl Wattführungen mit verschiedenen Schwerpunkten als auch Eiderfahrten mit Seetierfang mit Startpunkt Tönning bzw. Eidersperrwerk.
Auf den Eiderfahrten werden einerseits die Tiere und Pflanzen über und unter dem Wasser erklärt aber auch die Landschaft. Jedes Mal ist die Spannung groß, wenn das kleine Netz eingeholt und der Fang begutachtet wird. Wem fester Boden unter den Füßen lieber ist, kann vom NABU Naturzentrum ausgehend an spannenden und interessanten Führungen an Land teilnehmen. Sei es eine vogelkundliche Führung oder eine Fledermausexkursion, ein Vortrag über die Eidergeschichte oder eine Sinnesführung durch den Fühlpfad – jede Veranstaltung nähert sich auf andere Weise der Natur.
Wildnis hautnah

TIERE IN DER EIDERMÜNDUNG

Vögel
Zahlreiche Brutvogelarten wird der Besucher zur Brutzeit im Frühling und Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit beobachten können, wie etwa Lachmöwe und Säbelschnäbler.
Besonders wertvoll sind die lokalen Schutzgebiete für die gefährdeten Wiesenvögel wie Kiebitz, Feldlerche, Wiesenpieper, Rotschenkel, Uferschnepfe, Schafstelze und Knäkente. Hinzu kommen Vogelarten, die auch an der Eider selten sind und nicht in jedem Jahr hier brüten, wie Kuckuck, Sand- und Seeregenpfeifer, Bekassine, Kampfläufer und Trauerseeschwalbe, aber auch Wanderfalke, Wachtel, Sturmmöwe und Sumpfohreule.

Leben im Verborgenen
Säugetiere sind in der Nacht oder Dämmerung aktiv oder sie verstecken sich am Tage in unterirdischen Gängen und im Gewirr der Pflanzen.  
Der geduldige Beobachter trifft am ehesten auf Feldhase, Reh, Bisam, Kaninchen und Fuchs. Von den marderartigen Säugetieren wird man mit viel Glück Hermelin und Mauswiesel bei der Mäusejagd am Tage sehen können. Auf den Eiderfahrten mit dem Ausflugsschiff können regelmäßig Seehunde und selten sogar Schweinswale in der Eidermündung beobachtet werden.
Besonders nahe Einblicke in das Leben der Seehunde bietet die Seehundaufzuchts- und Informationsstation Friedrichskoog:
www.Seehundstation-Friedrichskoog.de

Amphibien
In See- und Flussmarschen Schleswig-Holsteins leben nur wenige Molch-, Frosch- und Krötenarten.
Die brackigen Gewässer in Nähe zur Nordsee und windige, kühle Sommer sind nur etwas für (nordische) Spezialisten unter den Kriechtieren. Auch der Mensch schränkt die Vielfalt an Lebensräumen für die meisten Amphibienarten durch eine intensive Landnutzung in den Marschen ein (unter anderem großflächige Absenkung des Wasserspiegels, Umbruch von Grünland in Ackerflächen). Rückzugsräume finden Amphibien in einigen Schutzgebieten mit großräumigen Vernässungen.
Steht das Grundwasser hoch an und sind viele Kleingewässer vorhanden, dann vermehren sich Moor- und Grasfrosch rasch. Die sonnenexponierten, flachen Gewässer erwärmen sich im Frühjahr schnell und begünstigen so die Entwicklung der Froschlarven. Zudem bieten die flachen Tümpel Schutz vor großen Fischen, die den Kaulquappen hier nicht nachstellen können.
Tiefere, pflanzenreiche Gewässer bewohnt der in der Eidermündung seltene Teichfrosch.

Kontakt:
NABU Naturzentrum Katinger Watt
Lina Hähnle Haus
Katingsiel 14
25832 Tönning
Tel.: 0 48 62 - 80 04
Fax.: 0 48 62 - 1 73 93
E-Mail: Katinger.Watt@NABU-SH.de
www.NABU-Katinger-Watt.de

Bilder: Nabu

Quelle:
Autor: Verlag Das grüne Branchenbuch
Kontakt: service@gruenes-branchenbuch.de
E-Mail: Katinger.Watt@NABU-SH.de
Internet: www.NABU-Katinger-Watt.de

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